Dieser Fels steht aktuell auf der Sperrliste !
maximale Höhe: 31m Gipfelbuch vorhanden

Westlich von Petersbächel

3 Kommentare
Nachtrag: Bei der momentanen Gipfelbuchfüllgeschwindigkeit sollte man evtl. darüber nachdenken, zum 200jährigen Jubiläum der Erstbesteigung ein Neues aufzulegen. Bis dahin sollte das derzeitige locker reichen...
Erhabener, freistehender 30m Klotz, alle vier Seiten senkrecht, quasi der Asselstein des pfälzer Outbacks. Mittlerweile allerdings, trotz vieler Wege, nur noch sehr selten besucht (eine bis zwei Seilschaften p.a.), die Felsqualität ist halt auch nicht die beste. Ein paar gute Wege hat es und es ist ein herrlicher Ort für Ruhesucher.
Die Gebrüder Mann, die Seilschaften Scheerer/Kauther, Zirkel/Würz, der Laube Hannes - viele Legenden haben hier schon früh ihre Spuren hinterlassen. Nachdem man einige ihrer Wege wiederholt hat, fragt man sich: War - wie ja bekanntlich alles - auch die Felsqualität früher besser?

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Am besten 1 km westl. von Petersbächel in südwestl. Richtung durch ein flaches Tal

Krähenstein
Normalweg 3
  An der SO-Kante zu Riß in der Ostwand und hoch zu Band in der Nordwand. Nach rechts und kurzen Kamin z. G
  Detail
Ringe:  1
davon nachträglich:  1
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:   Fritz Mann
 Theo Mann
Datum :  26.5.1912
5 Kommentare
Hm, der Weg wurde in den letzten fünf Jahren nicht besser, ob noch weiter sinkender Begehungsfrequenz, die früher auch schon nicht sonderlich hoch war. Nichts für den gerade-so-Dreier-Kletterer, bissle Pfalz-Erfahrung in selten gemachten Wegen schadet nicht. Ist übrigens ein abartiges Taubenschlachtfeld...
Hatte letztens im Normalweg auch fast eine "Gedächtnislücke" und wäre dann die noch moosigere Weinrich-Variante geklettert. Gar nicht so einfach ab dem Podest (nach dem Einstiegsriss mit Rechtsquerung) den Überblick zu behalten. Mit Fr. 3,5 im Riss (richtig gut verlängern) zum Einstieg, nem 1er Fr. an der abdrängenden Stelle und nem 1,5er Fr. in kleinen Riss zum Standring hin ganz gut abgesichert. Die Bäumchen brauchts da nicht unbedingt.
Leider etwas sandig und moosig, aber lang und tolle Auicht auf dem Gipfel. Genügend Schlingen für die Botanik bzw. SU als Sicherungen mitnehmen.
Also schwer zu finden ist der Krähenstein nicht. Man muss halt mit der topographischen Karte umgehen können...Richtig ruhig ist es an diesem Brocken schon. Vom Standplatz aus hat man schon einen genialen Blick. Die 2.SL ist jedoch nicht mehr wild. Querung nach rechts, dann die Wurzrl gepackt und noch den Ausstiegsriss, dat wars!
1. Sl in Ordnung und gut abzusichern. 2.Sl naja... Aber ein schöner ruhiger Fels mit wenig Andrang, wenn man ihn denn findet ;)
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  V: Ostgrateinstieg
  An der Stirnseite Riß (3 Fr) zum Originalweg
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Ringe:  0
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  3 S
technische Bewertung:  V-, A0
Erstbegeher:   Hermann Folz
 Hans Laub
 Sepp Braun
Datum :  13.3.1995
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  V: Gedächtnislücke 4+
  Auf halber Höhe in die Nordwand und über Moosüberhang i. d. Kamin
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Ringe:  0
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:   Peter Weinrich
 Dr. John
Datum :  14.4.1994
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Via Ferrata 6+
  den Einstiegsriß des Normalweges erst gerade, dann links weiter
  Detail
Ringe:  5
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  
Datum :  1996
1 Kommentare
Während sich der eindrucksvolle Krähenstein überwiegend aus Mürbeteig aufbaut (Rehbergschichten), besticht diese Route durch ihren kompakten Plattenpanzer. Ziemlich pumpig, meist auch fest und gut gesichert. Trotzdem Vorsicht: hier dürfte sich die eine oder andere grobe Scholle noch verabschieden.
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Sandhase 7
  Links vom Normalweg über feinen Riss zum 3.R der "Via Ferrata", nach links und über Überhang und Wand z.G.
  Detail
Ringe:  6
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:   Lothar Hartmann
 Jürgen Schmidt
 Heinz Dengel
Datum :  8.9.2000
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Südwandriss 7
  Im linken Wanddrittel breiten überhängenden Riß z. G
  Detail
Ringe:  5
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  VI-, A1
Erstbegeher:   Arno Zirkel
 Emil Würz
 Ferdinand Welter
Datum :  15.7.1948
2 Kommentare
Leider sandet einiges hier unaufhörlich; putzen bringt überhaupt nichts. Trotz der üppigen Beringung habe ich noch zwei größere Cams genutzt. Wer weiß, wie tief die Schäfte der R im Sand stecken.... Den Ausstigsüberhang haben wir uns geschenkt und sind auf die Nordseite geschlüpft.
DIE Linie an Krähenstein ... wenn es nur nicht so mürbe wäre. Allerdings machen 5 Ringe die Sache halbwegs kalkulierbar. Keine echte Schulterrisstechnik notwendig.
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Krähenfuß 6
  4 m rechts von "Südwestwand" zu deren Stand. Einstieg brüchig, Riß gut
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Ringe:  3
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:   Lothar Hartmann
 Hans Laub
 Heinz Dengel
 Jürgen Schmidt
Datum :  11.3.2000
1 Kommentare
Bis zur 1. R nicht leicht, dafür unangenehm, dann aber mit das beste an diesem Fels. Was nicht viel heißen mag.
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Südwestwand 5
  Von links her auf die Kante und über Wandstufen zu breitem Band unter Überhang. Stand (nR). Brüchiges Band in die Südwand zu Riß bei großer Höhle. (Stand) Jetzt durch Loch auf die Nordseite zum Normalweg und diesen z.G.
  Detail
Ringe:  1
davon nachträglich:  1
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:   Theo Mann
 Jakob Otto
Datum :  31.5.1914
2 Kommentare
Bis zum ersten Standring tolle Züge in erstaunlich festem und sauberen Fels. Dort, wie schon geschrieben, Fünf. Die Miniklemmgeräte auf den ersten paar Metern (ich habe zwei C3 verbaut) würde ich aber ungern auf Sturz testen wollen. Der Fels ist dort solide, die Züge sind reversibel, man sollte das einfach sicher bringen. Die Querung auf dem Bruchband ist dann zwar unangenehm, aber leicht (bei der Absicherung an den Nachsteiger denken!). Den Cam5 nach dem Durchschlupf kann sich sparen, er verbessert die Sicherungssituation nur unwesentlich, da man ihn eh nur da legen kann, wo man grad durch den Fels geschlupft ist und somit die ganze Breite des Krähensteins als Sicherung hat, falls man abgeht (ist aber eh nimmer schwerer als III). Schöner Weg, das Bruchband schluckt aber einen Stern.
Ein richtig schönes kleines Alpinunternehmen mit hohem Erlebnis- und Unterhaltungswert. 5.Grad sind nur die ersten 4m. Die lassen sich mit Fr.0 in Riss, Fr. 0,5 in Querriss und Fr.00 in Mini-Lette sehr gut absichern. Steht man auf dem ersten größeren Absatz der Kante hat man das (klettertechnisch) Schwerste bereits hinter sich. Trotzdem lassen sich noch Fr. 2 (im auffallenden Riss etwas links der Linie) und am recht keimigen Wulst Fr. 4 (Querriss rechts) verbauen, um sicher zum Standring zu gelangen. Danach gibts ne ca. 8m lange Rechtsquerung auf einem sehr sandig-bröseligen, aber breiten Band zum 2.Standring hin (letzter R vom Südwandriss). Nun noch durch den Durchschlupf auf die Nordseite und dort mit Fr. 5 gesichert den Riss hoch zum Normalweg. Sehr abwechslungsreicher Weg, der nach unserer "Säuberungsaktion" nun wesentlich "aufgeräumter" daher kommt.
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  V: Nordwestwand 5
  Vom 1. Stand nach links durch die Nordwand zum "Normalweg"-Ausstieg
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Ringe:  0
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:   Heinrich Kauther
 Richard Scheerer
Datum :  8.7.1934
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  V: Westwand 7
  Vom Stand über Überhang (R), Wand (2 R) und weiteren Überhang z. G
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Ringe:  3
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  V, A1
Erstbegeher:   Hans Laub
 Alfred Laub
Datum :  14.9.1948
2 Kommentare
Jaja lohnend ist das schon, wenn man die sandigen Leisten dran lässt. Vorsicht im überhängenden Teil ist auf jedenfall geboten.
Zwar ziemlich grün aber sehr lohnend.
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Schräger Teufel 7
  Links vom Westgrat über rechtsgeneigten bogenförmigen Riss zu Überhang. Nach links über Wand und nach rechts zum Ausstieg des "Normalweges"
  Detail
Ringe:  4
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:   Lothar Hartmann
 Jürgen Schmidt
 Heinz Dengel
Datum :  10.4.2000
2 Kommentare
Passabler Weg, dennoch sollte das Sicherungspersonal einen Helm aufziehen oder noch besser etwas weiter weg stehen. Bei der gestrigen Hitze hat es sich schon wie 7- angefühlt.
Trotz des satanisch sandigen Einstiegs ein gutmütiges Teufelchen, das uns großen Spaß bereitet hat. In der Bogenverschneidung prima Handklemmer, der Fingerriss und die Waben oben sind entgegen der Erwartungen fest. Allerdings sollte man sich nicht der Illusion hingeben hier eine 7 geklettert zu sein. Nimmt man die Lutzverschneidung für 6+, so ist das hier höchstens 6-.
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Nordwandriss 5+
  In Nordwandmitte durch auffallenden Riß (nH nach dem 1. Überhang) z. G
  Detail
Ringe:  1
davon nachträglich:  1
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:   Fritz Mann
 Theo Mann
Datum :  4.4.1923
1 Kommentare
Das die Manns keine Warmduscher waren, ist ja hinreichend bekannt. Hier ein erlesenes Spätwerk für die Freunde leicht angebröselter, weiter Hand- und Faustrisse. Bis zum Ring darf man für 5+ ganz schön zupacken. Ab dem Moosband leichter, aber auch grüner. Große Friends mitnehmen! Grüße an Michel Spies, den mutmaßlich letzten Begeher.
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