maximale Höhe: 27m Gipfelbuch vorhanden

südlich der Kläranlage zwischen Rinnthal und Wilgartswiesen

ACHTUNG: Vom Betreten des unsoliden Gipfelkopfes wird abgeraten - aber dort ist eben noch die Buchkasette.

9 Kommentare
Aktueller Stand: alle Einstiege gut erreichbar, ohne in der Brennessel- oder Brombeermacchia zu stehen. Geht da doch ruhig mal hin. Wer andere Kletterer scheut, der kann zum Darstein.
Aufgrund HJCs Anregung gleich heute eine Darstein-Session eingelegt. Wo Kletterer meiner Generation durchaus mal einen guten halben Tag verbracht hätten, trifft man heute nicht einmal mehr Zecken!
Wandfuß derzeit immer noch tiptop begehbar (und aktuell auch noch keine akute Zeckenplage). Großes Lob an den Felspaten und seine Mitmacher!
Aktuell übrigens relativ trockene Felsverhältnisse - wenn dann jetzt...
Update: Momentan machbar und sauber sind: NW, Abseilwand, Direkter Alter Südwandweg (saniert), Sterbender Stein, NW-Kante (saniert) und Nordriss. Die anderen Routen gehen durch grottigen Fels auf, Sanierung lohnt nicht und haben m.E. nur historischen Wert (sollte man der Natur überlassen). Wandfuss ist frei, also es lohnt sich wirklich mal dahin zum gehen. Bei den bisher fünf Besteigungen in diesem Jahr war ich vier mal dabei, das kann es doch auch nicht sein.
Mittlerweile ist der komplette Wandfuss frei von störenden Brennnesseln oder Brombeerhecken. Es hat jetzt auch im unteren Bereich mehr Licht am Fels. Es sind derzeit die Routen sauber, die ohne Sanierung (es stecken noch einige, wirklich üble Rostraketen in manchen Routen oder die Haken fehlen) verantwortbar sind (NW, Abseilwand, Sterbender Stein, Nordriss). Momementan ist es also ein guter Zeitpunkt, mal zum Darstein zu gehen. Auch an schönen Feiertagen ist man dort alleine.
"Vom Betreten des unsoliden Gipfelkopfes wird abgeraten" ... daher vor der Bucheintragung Schwebesicherung über eine der nahestehenden Kiefern empfohlen. Rundet das "Erlebnis Darstein" ab!
Derzeit kommt man Brennnessel- und Brombeerheckenfrei zumindest zu den Touren von "Abseilwand" bis "Sterbender Stein". Sollte mal öfters Besuch werden, und der Einstieg vorm Nordriss als Boulder ist auch ne interessante Rissübung.
Klassischer Romantikfelsen in zunehmend unromantischer Lage direkt über der Rennbahn. Sein seltsam unmotivierter Standort wird mit einem missglückten Steinwurf des Teufels nach der Darsteiner Kirche in Verbindung gebracht. Trotz Krach und Brennnesseln (mindestens) zwei gute Touren: der Normalweg ist ein Muss für die Freunde alter Gipfelbuch-Schinken und auch der Risskenner darf ruhig mal vorbeischauen (Nordriss).
Sportkletterer sollen hier schon wegen zu Viel Sand, Vermoosung, Brüchigkeit und ähnlicher Delikatessen recht unmutig geworden sein. Aber einen rechten Felsmann ficht nichts an!

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Ca. 1km östlich von Wilgartswiesen nach Süden durch Unterführung. Dann auf Waldweg parallel zur Bahnlinie ca. 500 m nach NO. Rechts oben steht der Fels.

Darstein
Normalweg 3+
  Links der Ostkante bei Riss (einige Gehackte) zu nR rechts der Kante. Rechtshaltend (wiederum mit manip.Griffen u. Tritten zu Band (rechts nR). Mit Wurzelhilfe (früher wohl auch Sst.) zu Grasband und bei solider Kiefer in flacheres Geland. Links zum AR und unter den Gipfelpilz.
  Detail
Ringe:  2
davon nachträglich:  2
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Jakob Otto
 Ludwig Coerper
 Georg Weinacht
 
Datum :  10.6.1909
14 Kommentare 14 Kommentare
Gemäß dem zweiten Gipfelbuch von Fritz Mann wurde bei der Erstbesteigung von der Kanzel aus (Stelle des heutigen ersten Ringes) ein Seil über einen Baum geworfen und daran zum Gipfel hochgehangelt. Die Erstbesteigung erfolgte also nur zur Hälfte auf dem hier beschriebenen Weg (demnach sind also die hier angegebenen Erstbegeher des Weges zwar die Erstbesteiger, haben allerdings nicht den hier angegebenen Weg komplett erstbegangen). Der heutige Normalweg in Gänze wurde laut Gipfelbuch das erste mal von F. Mann im Rahmen der dritten Besteigung im Alleingang begangen. Das schreibt zumindest er...
Das Bäumchen ist mittlerweile wirklich solide genug, dass es auch mit dessen Hilfe anstelle der Wurzel geht, die aber auch noch da ist (falls man es nicht botanikfrei hinbekommt wie HJC).
Aktuell (noch) gut trocken und teils gebürstet. Die Route wird m.E. zu unrecht selten begangen - lohnt sich schon. Die Wurzel ist ganz rechts, dort wächst auch en Bäumchen, durchaus solide.
Passend zum Datum und Beginn der 5.Jahreszeit reklamiere ich hiermit die erste(?) wurzelfreie Begehung. M.E. etwa VI - schöne Durchstützer, wenn einem die Beweglichkeit im Fahrwerk noch nicht verlassen hat ;-))
So ein altes Eisen (2.nR; m.E. noch top im Schuß) ist ja schnell versetzt - aber vor dem Hintergrund dass es mobil gut absicherbar ist (Fr 2.5 oder Hex ähnl.Gr.), und es eben ein nachträglicher R ist könnte man diese Baustelle auch bleiben lassen.
Um nicht falsch verstanden zu werden: Wenn ein R dort dazu beiträgt, dass die Route öfter geklettert würde (auch bei feuchtelnden Bedingungen!) und das Teil dann dort hinkäme, wo er optimal nützt (1.5m weg von der jetzigen Position) bin ich dabei ;-)
Wie Doc schon schrub ist der 2.R suboptimal platziert. Da nicht zu erwarten ist, dass er in absehbarer Zeit von seiner Schulterstandposition (= Schienbeinhöhe) in eine Sicherungsring Position (Kopfhöhe) umgesetzt wird, hier folgender Hinweis: Wenn man Stand am ersten R macht kann man den 2.R ignorieren und statt dessen links oberhalb einen mittleren Friend legen. Damit ist die Wurzelstelle besser gesichert und der Seilzug hält sich in Grenzen.
Die geschlagenen Normalhaken (es waren sogar drei) sind seit heute alle entfernt. Zum Glück hat derjenige, der den Mist gemacht hat sein Handwerk wohl nicht so ganz verstanden, dies machte die Entfernung ohne Felsbeschädigung einfach.
Seit gestern schon einer der nachträglich geschlagenen weniger... Wer den Mist verbrochen hat? Lange sind die noch nicht im Fels. Wer haut denn bitte nachträglich Normalhaken in den Weg? V.a. der nach der Wurzel stak etwa nur 2.5 cm tief im Sand und war leicht rauszuholen. Der unten wird auch nicht mehr lange im Fels bleiben.
Aktuell zwei Geschlagene zusätzlich im Weg. Eijeijei ...
Erstaunlich, die Wurzel wirkt immer noch so marode wie vor 5 Jahren, hält aber immer noch solid. Lebt wohl noch und hoffentlich lange!
Der Standring unter dem kleinen Abschlußüberhang sieht schon sehr verrostet au und dort bleibts lange naß. Wenn die marode Wurzel im Ausstieg den Geist aufgibt hauts den Betreffenden voll in den Ring (was irgendwann passieren wird) und ob er dann noch hält?
Besser am 1. Ring Stand machen und 2. Ring als Zwischensicherung (Gründe: Seilverlauf, Kommunikationsprobleme durch B10!). Sehr schöne, gut absicherbare Tour auf einen selten besuchten Gipfel (Gipfelbuch liegt seit 1973 dort und ist nicht mal zu einem Drittel beschrieben) mit viel Botanik im Ausstieg. Sollte öfters geklettert werden.
Immer wieder erlebnisreich diese 3er Touren! Wenn die Wurzel mal weg ist (und sie machts wohl echt nimmer lange), wirds schwer für III... Aber ein interessanter Fels, wirkt ziemlich deplaziert so wie er da steht. Deswegen wohl auch die Sagen um den Darstein...
Bis zum Standring wirklich lohnend. Gut ausgetreten, feste Griffe und ein nR anstatt dem alten Haken. Mit ein paar Keilen bzw. kleinen und mittleren Friends wirklich gut abzusichern. Der Überhang nach dem Standring ist natürlich nur was für Botaniker. Über ihn hilft eine Wurzel, die schon ziemlich marode ist, was diesem 3er sogar noch einen abenteuerlichen Aspekt abgewinnt! Nach dem Überhang Wanderweg mit Baumhilfe zum Gipfel, dessen aufgesetztes Türmchen noch erklommen werden muss, will man sich denn ins Buch eintragen!
  V: Südostkante 5+
  Vom 1.nR nach links auf die Kante und - vollkommen botanisch - ihr folgend z.AR.
  Detail
Ringe:  0
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Fritz Mann
 Theo Mann
 
Datum :  07.07.1912
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Abseilwand 7-
  Knapp links des Einstieges zum "Normalweg" gerade durch die abdrängende Wand (2R, Ks) z. AR.
  Detail
Ringe:  2
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  1 S
technische Bewertung:  VI, A1
Erstbegeher:  Dieter Braun
 Rudolf Mohr
 Reiner Braun
 
Datum :  22.5.1965
4 Kommentare 4 Kommentare
Klasse Kletterei - Strukturen wie im Kalk! Na gut, ein bisschen Gefühl braucht es sicher, aber wer den Schwierigkeitsgrad beherrscht, kann hier schon mal einsteigen. Drei Sicherungen auf 20 m ... Klettern wie in Sachsen!
Einstieg ist mittlerweile Brennnesselfrei und die Route relativ sauber. Ansonsten sind die Vorkommentare zu beachten.
Schöne Tour an festen Waben und tollen, "unabgekletterten" Felsstrukturen. Ein oder zwei Ringe mehr und man könnte das auch gut vorsteigen, denn richtig was legen ist hier eher schwierig. Ansonsten bleibt die Toprope-Möglichkeit und die lässt sich gut genießen. Die Bewertung (7-) geht in Ordnung. Den Einstieg sollte man direkt probieren (nachdem man die lästigen Brennesseln und den anderen Bewuchs ein wenig eingeebnet hat).
War vom Hörensagen her wohl mal eines DER Testpieces der späten 60er Jahre. Die beiden Haken fand ich allerdings schon vor zehn Jahren gegen Ringe ausgetauscht. An die Begehung habe ich trotzdem keine allzu guten Erinnerungen. Bewertung kommt hin und die Tour ist halt ziemlich "unabgeklettert".
Südwanddurchstieg 6
  Vom 1.R im "Alten Südwandweg" dem steilen Riss folgend (R) zu seinem Ende (ehere solide SU, aber versteckt). Gerade zu R und rechtshaltend zu kurzem Faustriss (links nAR). Leicht linkshaltend die restl. 3m z.Gipfelplateau.
  Detail
Ringe:  3+ AR
davon nachträglich:  0
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  V, A1
Erstbegeher:  Alois Münster
 Karl Mühe
 
Datum :  1.5.1940
5 Kommentare 5 Kommentare
Fand`s ziemlich gruselig ... und für 6 nicht geschenkt!
Wenn man oben noch etwas bürstet oder so wie gestern es annähernd trockene Verhältnisse hat ist die Route für den "Pfalz-Kenner und -Könner" durchaus ein Zugewinn. Neben dem "Nordriß" die beste Möglichkeit (aktuell) den Gipfel via Fels ohne viel Botanik zu erreichen.
Zum 2.R hin kann man mit nem Fr. 1.5 o. auch mittl. Rock den Clip etwas sicherer gestalten.
Das Fädeln der SU hat bei mir nicht geklappt, trotzt Kevlar.
Saniert. Es steckt jetzt unten anstelle des ersten Normalhakens ein Pfalzring im "Alten Sudwandweg", der erste Haken im Direktausstieg ist mit einem Pfalzring saniert, der zweite mit einem tief versenkten Bühler. Musste ob Felsqualität einen Bühler an der Stelle setzten. Oben gibt es jetzt zusätzlich noch einen AR zum Nachholen/Abseilen/Abbauen, da ansonsten nur weit versetzte Nachholmöglichkeiten in Ausstiegsnähe. Der sitzt dafür auch besser als der darunter. Also nach dem ersten Bühler weiterklettern. Mobiles Gerät ist zudem sinnvoll.
Derzeit eine Baustelle. Route ist jetzt komplett geputzt, die Bohrlöcher für die Sanierung der Normalhaken sind auch schon gebohrt. Allerdings will ich da lieber die gaaanz langen Französen setzten (die hatte ich leider nicht dabei), der Fels ist auch innen recht "teigig". Es kommt oben noch ein AR dazu, da Nachholen ansonten am Ausstigeg nur mit viel Versatz bis zum nächsten soliden Baum möglich ist. Sollte dann mit den drei R (wenn man den unten in der Südwand dazuzählt) in Kombi mit mobilem Material (es gibt immer wieder solide Rissstellen und oben ein gute SU) brauchbar gesichert sein. Hakenanzahl dann wie im Originalzustand, muss aber den ersten Haken mit ~1.5 m Varianz sanieren, da in unmittlerbarer Hakennähe der Fels zu schlecht ist (es staken noch beide Haken! Einen hab ich aber mit Handkraft abgebrochen).
  V: Südwand-Quergang nn
  von der SU bewachsenes Bändchen zum linken Riss
  Detail
Ringe:  0
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Rudi Lorenz
 Siegfried Groß
 
Datum :  10.8.1961
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Alter Südwandweg
  Links der Mitte der Südwand an feinem Riss (Fr 0.75, Fr 0.5) zu R. Quergang nach links zu einer Mulde und hier einem Riss folgend (Hf) zu Bändchen. Links bei Bäumchen z.G.
  Detail
Ringe:  1
davon nachträglich:  -1
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  VI, A0
Erstbegeher:  Fritz Mann
 August Prehl
 Karl Schenk
 
Datum :  07.07.1912
3 Kommentare 3 Kommentare
1H mit Pfalzring saniert.
Der zweite Haken ist mir heute beim Anfassen abgebrochen. Von einer Sanierung incl. Varianten würde ich abraten, die Felsqualität oben in dem Wandteil ist unter aller Kanone!
Das bisher den Wandbereich bedrohende Kiefernrelikt hab' ich runtergeworfen. Der Riß unten in Komb. mit dem dir. Rißausstieg ist gar nicht mal so übel ("normale Darsteinqualität"). Trotzdem besser erstmal inspizieren, ob man sich das traut!
  V: Südwandanstieg 5+
  über steile Wabenwand direkt zur Mulde
  Detail
Ringe:  0
davon nachträglich:  -1
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Karl Schmidt
 Philipp Pfundstein
 
Datum :  07.05.1927
1 Kommentare 1 Kommentare
Wollte das eigentlich sanieren, aber nach genauerer Inspektion ob miserabler Felsqualität dort wo es für etwa 5+ zu haben ist, habe ich es dann doch bleiben lassen. Die Waben sehen von unten nett aus, lösen sich aber beim Anfassen auf. Fand es nicht vertretbar hier einen Ring zu setzen, nicht das dann noch jemand einsteigt. Weiter links Richtung Kante besserer Fels, aber deulich schwerer und wäre wohl eine Neutour, allerdings nah an der alten Linie. Die Fortsetzung oben raus wäre zudem auch sehr schottrig.
Sterbender Stein 7-
  An der SW-Kante (SU, R) zu Riss in Wandmitte und ihm folgend zu überdachtem Band (nAR).
  Detail
Ringe:  1+ AR
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  SU
technische Bewertung:  
Erstbegeher:  Rainer Scharfenberger
 Monika Erhart
 
Datum :  1990
3 Kommentare 3 Kommentare
Heute endlich mal über Scharfis Nekrolog-Route auf den guten alten Darstein: Gleich vorweg - die sauberste Route mit der besten Felsqualität ist es definitiv nicht! Zu Beginn recht griffig (aber weich), gute SU links der Kante, danach gängig bis zum R. Für Schisser hat`s kurz danach noch ein gutes Placement für einen mittleren Friend, während für die nächsten 4-5 m eher große Portionen an Gefühl und Nerven benötigt werden. Bin erst rechts an der Kante geklettern um dann nach links in den zentralen Riss zu queren. Dort endlich wieder Sicherungsmöglichkeiten, oben, kurz unterm Ausstieg, nochmal `ne ordentliche SU. Den originalen Abseilring habe ich auch nicht gefunden und mich stattdessen am Baum hinter dem Steinhaufen festgemacht.
Den AR gibt es jetzt dort (auf dem Band im soliden Fels, bevor der Dreck oben anfängt). Von unten allerdings nicht sichtbar.
Wohl die sauberste Route mit der besten Felsqualität am Darstein. Würds aber nicht vorsteigen wollen... Frag mich auch, wo der AR sein soll.
Nord-West-Kante 7+
  An Rissspur (R) zur NW-Kante und den R folgend (orig. eher auf der linken Seite) zu überdachtem Bändchen (rechts evtl. AR benutzen). Etwas nach links und hinauf z.Westschulter.
  Detail
Ringe:  4+ AR
davon nachträglich:  -1
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  V+, A1 & Sst
Erstbegeher:  Arno Zirkel
 Emil Würz
 
Datum :  3.10.1951
6 Kommentare 6 Kommentare
www.morchel.org/die-klassiker/nordwestkante/
Die Crux ist eigentlich noch vor dem 1. Ring ... danach zwar noch kräftig, aber immer wieder gute Henkel. Ganz nett!
Nichts gegen das Kletterkönnen vom F. Mann, aber angesichts der anhaltenden Schwierigkeiten auf den ersten 15 m halte ich die im Topo des Gipfelbuches ihm zugeschriebene, hakenfreie Erstbegehung dieser Kante im Jahre 1912 für sehr, sehr fragwürdig. Ich denke das mit der (technischen) Erstbegehung vom Zirkel in den 1960er-Jahren passt hier eher.
Jetzt sicher eine Bereicherung (a.d.Fels) für Leute die im oberen siebten / unteren achten Grad unterwegs sind. Ruhig mal hingehen und machen.
Die Rostgurkengalerie wurde heute von Boris und mir saniert.
Ursprünglich stak gemäß KleFü unten nach dem damaligen Schulterstandeinstieg auch ein Haken, dort steckt jetzt eine Öse. Diese lässt sich gut clippen, wenn man die Kante rechts mitnimmt (oder wie die Erstbegeher baut). Netter Bouldereinstieg bei gutem Absprunggelände. Ansonsten wurden die Haken mit etwa 50cm Varianz durch Ösen ersetzt, aber auf der rechten Kantenseite im soliden Fels (man klettert aber immer noch die ursprüngliche Linie).
Die Ösen lassen sich alle aus stabilen Postitionen von normalgroßen Kletterern clippen. Der ursprüngliche dritte Haken wurde nicht saniert, da dort die alten Haken eh sehr dicht saßen. Er wurde aber belassen, falls es noch jemand klassisch technisch klettern will (fürs Körpergewicht wird er reichen als Sicherung taugt er nicht wirklich; generell lässt sich mit Keilen/Cams zusätzlich der Weg immer noch wie ursprünglich technisch machen).
Zwischen erster und zweiter Öse sollte man links in den Riss einen guten Cam oder Keil legen.
Oben am Ende des kompakten Wandbereiches ist jetzt auch ein Bühler (s."Sterbender Stein"!
Die Felsqualität ist bis dahin, vor allem rechts der Kante, für Darsteinverhältnisse ganz ok (danach wird's leichter, dort auch wie gehabt kein Fixmaterial; Felsqualität aber auch deutlich schlechter).
Laut dem Topo im alten Gipfelbuch heißt die Route "Nord-West-Kante" und wurde auch schon viel früher erstbegangen: Fritz Mann, 07.07.1912
Nordriss 7
  Rechts in der NW-Wand den rechten zweier paralleler Risse (2R) zu Höhle (R). Über Rissüberhang (R) und bewachsene Stufen (mit Baumhilfe) weiter z.G.
  Detail
Ringe:  4
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  VI-, A1
Erstbegeher:  Fred Frey
 Emil Gessner
 Erwin Gessner
 
Datum :  17.7.1942
5 Kommentare 5 Kommentare
Das Anklettern/Einhängen des 2.R ist heikel. Auch wenn es knapp über dem 1.R ist verkürzt ein Fr 3.5 die Sturzhöhe
Man kann unten einen Cam 2 legen und trotzdem noch klemmen. Ich würde nie auf die Idee kommen, das bei den runden Risskanten zu piazen. Zum zweiten R fand ich es schwerer als zum ersten. Einer der ganz wenigen Risse im Revier, wo ich mir die Hände getapt habe und es das Klemmen wirklich besser macht.
Laut altem Gipfelbuch waren beide Gessner-Brüder bei der Erstbegehung beteiligt.
Bis zum 1. Ring noch ganz gängig: von der letzten guten Klemmstelle beidhändig anziehen, beide Füße hoch und weit rauflangen. Zum 2. Ring hin klemmt der Riss nicht mehr und man darf sich mit schlechten Schalen und Löchern abmühen (immerhin fester als es aussieht). Danach deutlich leichter! Am Stand könnte man natürlich umlenken ... aber das wäre doch schade, oder?
Super Tour mit tollen Felsstrukturen, die fester sind, als es von unten aussieht! Gleich vom Boden weg die Crux, entweder als Handklemmer oder Piaz (wenn man klemmt, wird es schwierig, einen Friend zu legen...). Auf Ringhöhe im Riß dann ein Rettungshenkel. Dann noch anhaltend zum 2. R, danach wird's deutlich leichter und lässt sich mit einigen Friends und Keilen auch gut absichern. Der Ausstieg nach dem 3. R. ist nicht mehr so toll, geht aber mit Baumhilfe gut. Der Bouldereinstieg kam mir sehr schwer für den Grad vor, kann aber auch an der Hitze gelegen haben... --> die beste Tour am Darstein!
Mittlere Nordwand
  In der Mitte der Nordwand mit Sst. (und etlichen KS) den H folgend z.G.
  Detail
Ringe:  5
davon nachträglich:  
sonst. Absicherung:  2 S
technische Bewertung:  VI-, A1
Erstbegeher:  Rainer Lederle
 Ulrich Pfersdorf
 
Datum :  11.10.1969
3 Kommentare 3 Kommentare
Laut altem Gipfelbuch ist der Name der Route "Direkter Nordwanddurchstieg", und wurde am 14.10.1969 erstbegangen.
Bis zum ersten Haken frei geklettert sicher bockschwer bei der Felsqualität. Der Haken unten steht weit raus und ich würde da nicht reinstürzen wollen. Wo die anderen angegebenen vier Haken stecken sollen wissen sicher nur die Erstbegeher. Ob hier eine Sanierung lohnt ist fraglich, gerade in der oberen Hälfte würden sich bestimmt noch einige der Felsstrukturen verabschieden.
Ich hab mal über den Wandbereich abgeseilt. Ich habe nur einen Haken gefunden (den untersten).
Östliche Nordwand
  Von links über Überhang (H) und Wand (3 H) zum Beginn des linken Risses in der NW-Wand. Diesen über 3 Überhänge (Hf im letzten) z.G.
  Detail
Ringe:  5
davon nachträglich:  -1
sonst. Absicherung:  
technische Bewertung:  VI, A1
Erstbegeher:  Arno Zirkel
 Emil Würz
 Ferdinand Welter
 
Datum :  5.8.1947
2 Kommentare 2 Kommentare
Laut altem Gipfelbuch heißt die Route "Alter Nordwandweg", auch sind die Erstbegeher und das Erstbegehungsdatum anders angegeben: A. Zirkel, W. Wolf, 1948.
Unglaublich schlechte Normalhaken (sehr rostig und die oberen drei stehen alles mindestens zur Hälfte raus!). Im derzeitigen Zustand sollte das keiner im Vorstieg machen. Bei einer möglichen Sanierung sollte man auch Hakenanzahl und Position überdenken (z.B. aktueller vierter Haken sitzt neben einem astreinen Riss umd da könnte man perfekt Cams legen). Die Route könnte sogar ganz brauchbare Freikletterei sein (würde es so im oberen siebten Grad eintüten). Hab drüber abgeseilt und mal bissle geputzt. Könnte man über eine Sanierung nachdenken, Fels ist dort gar nicht so schlecht (auch wenn es die ein oder andere fragile Struktur hat und es beim Ausstieg in den Dreck geht).