Pressemitteilung zur Generalversammlung 2000:

Gehen den Kletterern in der Pfalz künftig die Felsen aus?

Die Generalversammlung der Vereinigung der Pfälzer Kletterer e.V. blickt mit gemischten Gefühlen in die Zukunft Der Rückblick auf das Jahr 1999 ist aus klettersportlicher Sicht mit der Erkenntnis verbunden, das positive Ereignisse auch eine negative Seite haben' bemerkte der erste Vorsitzende der PK Heinz Illner auf der diesjährigen Generalversammlung. Zwar ist es im letzten Jahr dem Arbeitskreis Klettern & Naturschutz gelungen, eine einvernehmliche, schriftlich fixierte Regelung zwischen Kletterern und Vogelschützern auszuhandeln. Doch die dabei entstandene Sperrliste behindert massiv den Klettersport in der Pfalz. Denn ab sofort sind rund 70 Prozent aller im Frühjahr bekletterbaren Felsen gesperrt (z.B. Luger und Bruchweiler Geierstein), so dass die wenigen verbleibenden Frühjahrsziele' jetzt um so intensiver beklettert werden. Diese Entwicklung steht ganz im Gegensatz zur Art und Weise, wie die Verbandsgemeinden das Klettern für ihr Tourismusmarketing nutzen. Auch die Kletterpolitik ist heute ein grenzüberschreitendes Thema. Mit dem gemeinsamen Biosphärenreservat ‘Nord-Vogesen Pfälzerwald’ soll nicht nur der Naturschutz, sondern auch der Natursport harmonisiert werden. Während sich Fauna und Flora jedoch in ihrer Entwicklung nicht von Grenzlinien haben beeinflussen lassen, sieht es beim Klettersport ganz anders aus. Im Elsaß und in der Pfalz haben sich im Laufe der Zeit unterschiedliche Vorstellungen und Anschauungen entwickelt, denen heute die unterschiedlichen Regelungen Rechnung tragen. Nach Ansicht der PK macht eine Harmonisierung deshalb keinen Sinn.