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Bouldern in der Pfalz

Die große Welt der kleinen Blöcke

Marius Obentheuer, Between the Trees – 7b, Finsterbrunnertal
Foto: Marta Maria Mróz

Kleine Blöcke – große Linien

Auch wenn das Bouldern in der Pfalz lange Zeit im Schatten der „großen Felsen“ stand, blickt die Region dennoch auf eine ebenso lange wie lebendige Tradition des Boulderns zurück.

So manche Linie der 80er Jahre, die damals eher aus Ermangelung an alternativen Trainingsmöglichkeiten entstand (oder weil man keinen Kletterpartner hatte), bringt noch heute so manchen Matratzensportler ins Schwitzen.

Über die Jahre sind unzählige große und kleine Gebiete und Boulder in der Pfalz entstanden, wieder vergessen worden, um z.T. Jahre später neu entdeckt und (re)erschlossen zu werden.

Im Jahre 2001 und 2004 gab es kleinere und größere Veröffentlichungen in Form erster Pfalz Boulderführer. Im Jahre 2007 wurde im Zuge der Kernzonenregelung des Biosphärenreservats der Zugang zu einigen sehr beliebten Bouldergebieten gesperrt.

Spätestens seit das Bouldern als eigene Spielart des Klettersports weite Beliebtheit findet, entstehen dadurch weitere Probleme.

So boulderte die lokale Szene über viele Jahre lieber wieder im Stillen ohne viel Aufsehen – zum Leidwesen aller, die keine Informationen über all die kleinen Schätze bekommen.

Aufklärung, Spielregeln, Spots

Marius Obentheuer, Tränenkante - 7a, Schweinstal, Foto: Marta Maria Mróz

Die PK setzt sich u.a. mit dem Boulderausschuss für Aufklärung und klare Regelungen ein, so dass ein naturverträgliches und reibungsloses ausüben des Bouldersports in der Pfalz für alle nachhaltig möglich bleibt. Wer anfängt, die Welt des Boulderns in der Pfalz zu erkunden, den erwarten von Bad Dürkheim über Kaiserslautern bis zur Grenze zum Saarland & Frankreich, nach Süden über die Südpfalz und wieder nach Neustadt unzählige Gebiete und Linien in allen Schwierigkeitsgraden. Von Sloperkletterei á la Fontainebleau über Platten, Dächer, Leisten, Fingerlöcher und Kompressionskletterei, von flachen Traversen knapp über der Grasnarbe bis hin zum 10m Highball ist hier quasi alles dabei.

Hinweise zur Boulderpraxis in der Pfalz

Felix Popow, Skyline - 7b, Schopp, Foto: Reik Stiebeling

Bouldern am Naturfels setzt einen sicheren Umgang und Kenntnis der Risiken des Bouldersports voraus. Jeder Boulderer sollte mit den Techniken des „Spottens“ vertraut sein – ein Crashpad ist in allen Gebieten obligatorisch. Manche Gebiete sind verblockt, andere am steilen Hang, wieder andere bieten ebenes weiches Sturzgelände. Informiert euch entsprechend vor einem Besuch und trefft entsprechende Vorkehrungen. Neben den allgemeinen Verhaltensregeln zum Bouldern in der Natur gibt es einige spezifische Regelungen für die Pfalz im Allgemeinen und zu einigen Gebieten im Speziellen. Bitte macht euch mit diesen Regelungen VOR einem Besuch vertraut. Beachtet unsere Spielregeln im Boulderapell oder fragt im Zweifel im Boulderforum nach, so dass das Bouldern in der Pfalz langfristig möglich bleibt. Danke!